Hijacker mit politischen Motiven: Luftpiraten in Khartum geben auf Panorama
Khartum (rpo). Am frühen Freitagmorgen ist die Flugzeugentführung im Sudan unblutig zu Ende gegangen. Die äthiopischen Hijacker entließen ihre 50 Geiseln in die Freiheit und stellten sich den Behörden. Sie hatten mit der Aktion auf die politische Situation in ihrem Heimatland aufmerksam machen wollen. Wie der sudanesische Informationsminister Ghasi Salah el din Atabani vor Journalisten berichtete, ergaben sich die Hijacker - zumindest zum Teil Studenten einer äthiopischen Militärakademie -, nachdem ihnen eine faire Behandlung und keine Abschiebung nach Äthiopien zugesagt worden war. Ihnen werde nunmehr gemäß internationaler Rechtsvereinbarungen der Prozess gemacht. Einer der Luftpiraten, Bagemberman Tebegne, erklärte anschließend, die ganze Welt müsse über die schreckliche wirtschaftliche und politische Lage sowie den Mangel an Freiheit in Äthiopien informiert werden.
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